Liebe Patientin, lieber Patient!
Bitte lesen Sie diese Gebrauchsinformation aufmerksam, weil sie wichtige Informationen darüber enthält, was Sie bei der
Anwendung dieses
Arzneimittels beachten sollen. Wenden Sie sich bei
Fragen bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Gebrauchsinformation
Ardeydorm®
Wirkstoff: L-Tryptophan
Zusammensetzung:
Arzneilich wirksame Bestandteile:
1 Tablette enthält 500 mg L-Tryptophan.
Sonstige Bestandteile:
Cellulosepulver, Stearinpalmitinsäure, Magnesiumstearat, Carboxymethylstärke-Natrium, hochdisperses Siliciumdioxid, Talkum, Titandioxid, Tricalciumphosphat.
Darreichungsform und Inhalt:
Packungen mit 20
Tabletten (N1)
Packungen mit 50
Tabletten (N2)
Packungen mit 100
Tabletten (N3)
Arzneimittel zur Unterstützung der
Schlafbereitschaft.
ARDEYPHARM GmbH
58313 Herdecke · Loerfeldstraße 20 · Tel. (0 23 30) 977 677 · Fax (0 23 30) 977 697
Anwendungsgebiete:
ARDEYDORM® fördert die
Schlafbereitschaft und erleichtert das Einschlafen bei Schlafstörungen.
Gegenanzeigen:
Wann dürfen Sie ARDEYDORM® nicht einnehmen?
Sie dürfen ARDEYDORM® nicht einnehmen, wenn Sie unter schweren Leberfunktionsstörungen leiden, hepatischer Enzephalopathie (Störungen der Gehirnfunktion infolge chronischer Lebererkrankung), schweren Nierenerkrankungen und Störungen der Nierenfunktion, Dünndarmkarzinoid (bestimmten Tumorerkrankungen) mit Herzschädigung (Hedinger-Syndrom).
Nehmen Sie ARDEYDORM® nicht ein, wenn Sie wegen einer seelischen
Erkrankung mit bestimmten
Arzneimitteln gegen
Depressionen (
Monoaminooxidasehemmern, Serotonin-
Wiederaufnahmehemmern) behandelt werden oder wenn Sie den
Appetitzügler Dexfenfluramin einnehmen (siehe
Wechselwirkungen).
Wann dürfen Sie ARDEYDORM® erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen?
Im folgenden wird beschrieben, wann Sie ARDEYDORM® nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht anwenden dürfen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese
Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.
Nehmen Sie ARDEYDORM® nur nach ausdrücklicher Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Sie wegen einer seelischen
Erkrankung mit
Phenothiazinen oder Benzodiazepinen behandelt werden (siehe
Wechselwirkungen).
Nehmen Sie ARDEYDORM® ebenfalls nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Sie mit anderen Hemmstoffen der
Monoaminooxidase wie
Selegilin (Parkinsonmittel),
Procarbazin (Krebsmittel) oder
Furazolidon (Mittel gegen Infektionen) behandelt werden.
Da ARDEYDORM® blutdrucksteigernd wirken kann, sollten Sie vor
Einnahme von ARDEYDORM® ebenfalls erst Ihren Arzt zu Rate ziehen, wenn Sie unter hohem
Blutdruck leiden.
Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger
Einnahme von Dextromethorphan, einem
Wirkstoff, der in vielen freiverkäuflichen Hustenmitteln enthalten ist.
Fragen Sie vorher Ihren Arzt !
Was müssen Sie in
Schwangerschaft und
Stillzeit beachten?
Über die Sicherheit von L-Tryptophan in
Schwangerschaft und
Stillzeit liegen für den Menschen keine
Erfahrungen vor, es ist deshalb eine strenge Indikationsstellung von Seiten des Arztes erforderlich.
Vorsichtsmaßnahmen für die
Anwendung und Warnhinweise:
Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?
Was müssen Sie im
Straßenverkehr sowie bei der Arbeit mit
Maschinen und bei
Arbeiten ohne sicheren Halt beachten?
Dieses
Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, daß die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am
Straßenverkehr oder zum Bedienen von
Maschinen oder zum
Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt im verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
Wechselwirkungen mit anderen
Mitteln:
Welche
Wechselwirkungen zwischen ARDEYDORM® und anderen
Arzneimitteln sind zu beachten?
Die
Wirkungen von
Arzneimitteln mit höherer Bindung an Plasmaproteine (z. B. Digitoxin:
Mitteln zur
Behandlung von Herzmuskelschwäche) können verstärkt werden.
Antiepileptika (Mittel gegen Anfallsleiden)
Die Wirkung von ARDEYDORM® kann durch Carbamazepin verstärkt und durch Phenytoin abgeschwächt werden.
Psychopharmaka
Arzneimittel zur
Behandlung von
Depressionen: Bei gleichzeitiger
Anwendung von
Monoaminooxidase-Hemmern oder Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (z.B. Fluoxetin,
Fluvoxamin, Parexetin) oder auch dem
Appetitzügler Dexfenfluramin kann ein Serotonin-Syndrom auftreten (Stoffwechselstörung mit Verwirrtheit, Erregung, Temperaturerhöhung, Muskelzuckungen, gesteigerten Reflexen, Zittern, Durchfall und
Blutdruckanstieg, in schweren Fällen mit
Blutdruckabfall, Koma und Schock).
Diese
Wechselwirkungen können auch für andere Hemmstoffe der
Monoaminooxidase wie
Selegilin (Parkinsonmittel),
Procarbazin (Krebsmittel) oder
Furazolidon (Mittel gegen Infektionen) nicht ausgeschlossen werden.
Die
Wirkungen von trizyklischen Antidepressiva und Lithiumsalzen können verstärkt werden.
Bei gleichzeitiger oder vorausgegangener
Behandlung mit
Phenothiazinen oder Benzodiazepinen traten gelegentlich gesteigertes sexuelles Verlangen, vorübergehende Dyskinesien (unwillkürliche krampfartige Bewegungen besonders im Kopf-, Hals- und Schulterbereich) und Parkinson-ähnliche Erscheinungen auf.
Schmerzmittel
ARDEYDORM® vermindert die Gewöhnungsbildung (Toleranzentwicklung) bei Opiaten (starke Schmerzmittel).
Beachten Sie bitte, daß diese
Angaben auch für vor kurzem angewandte
Arzneimittel gelten können.
Dosierungsanleitung, Art und Dauer der
Anwendung:
Die folgenden
Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt ARDEYDORM® nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die
Anwendungsvorschriften, da ARDEYDORM® sonst nicht richtig wirken kann!
Wieviel von ARDEYDORM® und wie oft sollten Sie ARDEYDORM® einnehmen?
Erwachsene nehmen täglich 2
Tabletten ARDEYDORM® (entsprechend 1 g L-Tryptophan).
Nach Rücksprache mit Ihrem Arzt kann diese Dosis bis zu 4
Tabletten ARDEYDORM® (entsprechend 2 g L-Tryptophan) gesteigert werden.
Wie und wann sollten Sie ARDEYDORM® einnehmen?
Nehmen Sie die
Tabletten 20-30 Minuten vor dem Schlafengehen mit etwas Flüssigkeit ein.
Wie lange sollten Sie ARDEYDORM® einnehmen?
Nach 3 bis 4 Wochen sollte Ihr Arzt die Notwendigkeit der Weiterbehandlung mit ARDEYDORM® überprüfen.
Über die
Anwendung in der Langzeitbehandlung liegen keine
Erfahrungen vor.
Überdosierung und andere
Anwendungsfehler:
Was ist zu tun, wenn ARDEYDORM® in zu großen Mengen eingenommen wurde (beabsichtigte oder versehentliche Überdosierung)?
Vergiftungen mit L-Tryptophan, dem
Wirkstoff von ARDEYDORM®, sind nur bei erheblichen Überdosierungen zu erwarten und äußern sich als Erbrechen und mit Erscheinungen
des Serotonin-Syndroms (siehe
Wechselwirkungen).
Bitte informieren Sie im Verdachtsfall einen Arzt. Als ärztliche Maßnahme wird eine symptomatische
Behandlung unter ständiger Kontrolle und Aufrechterhaltung der vitalen Funktionen empfohlen.
Nebenwirkungen:
Welche Nebenwirkungen können bei der
Anwendung von ARDEYDORM® auftreten?
Schwindel, Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit und nachwirkende Müdigkeit können auftreten.
ARDEYDORM® kann bei Patienten mit erhöhtem
Blutdruck blutdrucksenkend wirken.
Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.
Hinweise und
Angaben zur Haltbarkeit des
Arzneimittels:
Das Verfalldatum des
Arzneimittels ist auf dem Umkarton und auf den Folien, welche die
Tabletten enthalten, aufgedruckt. Verwenden Sie dieses
Arzneimittel nicht mehr nach diesem Datum!
Stand der Information: Mai 2000
Quelle: www.ardeypharm.de
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.