Gebrauchsinformation
AKTREN
Weichkapseln 400 mg Wirkstoff:
IbuprofenLesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, denn sie enthält wichtige
Informationen für Sie.
Dieses
Arzneimittel ist auch ohne Verschreibung erhältlich. Um einen bestmöglichen
Behandlungserfolg zu erzielen, muss
Aktren Spezial jedoch vorschriftsmäßig angewendet werden.
Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten
Sie diese später nochmals lesen.
Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere
Informationen oder einen Rat benötigen.
Wenn sich Ihre Symptome verschlimmern oder nach 4 Tagen keine Besserung eintritt, müssen Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.
Wenn eine der Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:
1 Was ist
Aktren Spezial und wofür wird es angewendet?
2 Was müssen Sie vor der
Einnahme von
Aktren Spezialbeachten?
3 Wie ist
Aktren Spezial einzunehmen?
4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5 Wie ist
Aktren Spezial aufzubewahren?
6 Weitere
Informationen.
1 Was ist
Aktren Spezial und wofür wird es angewendet?
Aktren Spezial ist ein schmerzstillendes, fiebersenkendes und entzündungshemmendes
Arzneimittel (nichtsteroidales Antiphlogistikum/Analgetikum).
Aktren Spezial wird angewendet
bei leichten bis mäßig starken
Schmerzen wie
Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen;
bei
Fieber;
zur
Behandlung der akuten Kopfschmerzphase bei Migräne mit und ohne Aura.
2 Was müssen Sie vor der
Einnahme von
Aktren Spezialbeachten?
Aktren Spezial darf nicht angewendet werden
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber
Ibuprofen oder einem der sonstigen
Bestandteile von
Aktren Spezial sind;
wenn Sie in der Vergangenheit mit Asthmaanfallen, Nasenschleimhautschwellungen oder
Hautreaktionen nach der
Einnahme von
Acetylsalicylsäure oder anderen nichtsteroidalen Entzündungshemmern reagiert haben;
bei bestehenden oder in der Vergangenheit auftretenden Magen- oder Darmgeschwüren oder bei Magen- oder Darmblutungen;
wenn Sie unter schweren Leber- oder
Nierenfunktionsstörungen oder unter schweren, unkontrollierten Herzbeschwerden leiden;
in den letzten drei
Monaten der
Schwangerschaft.
Kinder
- nicht bei Kindern unter 12 Jahren anwenden, da diese
Dosisstärke aufgrund des höheren Wirkstoffgehaltes nicht
geeignet ist.
Besondere Vorsicht bei der
Einnahme von
Aktren Spezial ist erforderlich
bei einer angeborenen Blutbildungsstörung (akute intermittierende Porphyrie);
bei bestimmten
Erkrankungen des Immunsystems (systemischer Lupus erythematodes und Mischkollagenosen);
bei Magen-Darm-Beschwerden oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn);
bei eingeschränkter
Nieren- oder Leberfunktion;
bei Bluthochdruck oder Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz);
wenn Sie an Allergien (z. B.
Hautreaktionen auf andere
Mittel, Asthma, Heuschnupfen), chronischen Schleimhautschwellungen oder chronischen, die Atemwege verengenden Atemwegserkrankungen leiden. Ihr
Risiko für Überempfindlichkeitsreaktionen ist dann erhöht.
Aktren Spezial gehört zu einer Gruppe von
Arzneimitteln (nichtsteroidale Antiphlogistika/Analgetika), die es Frauen erschweren kann, schwanger zu werden. Dieser Effekt besteht nur vorübergehend und ist nach Beendigung der
Behandlung mit
Aktren Spezial rückgängig.
Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. ana-phylaktischer Schock) werden sehr selten beobachtet. Bei ersten
Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion nach
Einnahme/Verabreichung von
Aktren Spezial muss die
Therapie abgebrochen werden. Der Symptomatik entsprechende, medizinisch erforderliche Maßnahmen müssen durch fachkundige Personen eingeleitet werden.
Einnahme von
Aktren Spezial zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Während der
Anwendung von
Aktren Spezial sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken.
SchwangerschaftWird während einer
Anwendung von
Aktren Spezial eine
Schwangerschaft festgestellt, so sollten Sie den Arzt benachrichtigen. Im ersten und zweiten
Schwangerschaftsdrittel sollten Sie
Aktren Spezial nur nach Rücksprache mit dem Arzt anwenden. In den letzten drei
Monaten der
Schwangerschaft dürfen Sie
Aktren Spezial wegen eines erhöhten
Risikos von Komplikationen für Mutter und Kind nicht anwenden.
Stillzeit
Der Wirkstoff
Ibuprofen und seine Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird bei kurzfristiger
Anwendung der empfohlenen Dosis bei leichten bis mäßig starken
Schmerzen oder
Fieber eine Unterbrechung des Stillens nicht erforderlich sein.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Bei kurzfristiger
Einnahme der für
Aktren Spezial empfohlenen Dosen ist keine Beeinträchtigung zu erwarten.
Worauf müssen Sie noch achten?
Die Nebenwirkungen sind am geringsten, wenn stets die kleinste wirksame Menge und das Medikament nur für kurze Zeit eingenommen wird.
Bei längerem hoch dosierten, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von
Schmerzmitteln können
Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des
Arzneimittels behandelt werden dürfen.
Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige
Einnahme von
Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften
Nierenschädigung mit dem
Risiko eines
Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) fuhren.
Wechselwirkungen mit anderen
Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere
Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige
Arzneimittel handelt.
Die
Wirkung der nachfolgend genannten Arzneistoffe kann bei gleichzeitiger
Behandlung mit
Aktren Spezial beeinflusst werden.
Verstärkung der
Wirkung bis hin zu erhöhtem Nebenwirkungsrisiko:
Lithium (
Mittel zur
Behandlung geistig-seelischer
Erkrankungen):
Lassen Sie den Lithiumspiegel zur Sicherheit kontrollieren.
blutgerinnungshemmende
Mittel:
Lassen Sie die Blutgerinnung kontrollieren.
Methotrexat (
Mittel zur
Behandlung von Krebserkrankungen bzw. von bestimmten rheumatischen
Erkrankungen): Nebenwirkungen verstärkt.
Glukokortikoide (
Arzneimittel, die Kortison oder kortisonähnliche Stoffe enthalten),
Acetylsalicylsäure oder andere nichtsteroidale Antiphlogistika/Analgetika (entzündungs- und schmerzhemmende
Mittel):
Risiko für Magen-Darm-Geschwüre und -Blutungen erhöht.
bei gleichzeitiger
Anwendung von
Ibuprofen und Digoxin (
Mittel zur
Behandlung von Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen) kann es zu einer Erhöhung der Di-goxinspiegel kommen. Setzen Sie
Ibuprofen ab und suchen Sie einen Arzt auf wenn Überdosierungserscheinungen wie z. B. Herzrhythmusstörungen, Übelkeit,
Erbrechen oder Störungen beim Farbsehen im Grün-Gelb-Bereich auftreten.
Abschwächung der
Wirkung:
- entwässernde (Diuretika) und blutdrucksenkende (Anti
hypertonika)
Arzneimittel.
Sonstige mögliche Wechselwirkungen:
Zidovudin: Erhöhtes
Risiko für Gelenk- und Blutergüsse bei HIV positiven Blutern.
Ciclosporin: Es gibt Hinweise auf eine Schädigung der
Nieren.
Tacrolimus: Bei gleichzeitiger
Einnahme kann es zu einer Vergiftung/Übergiftung der
Nieren kommen.
Acetylsalicylsäure: Bei gleichzeitiger
Anwendung von
Ibuprofen kann die thrombosehemmende
Wirkung niedrig dosierter
Acetylsalicylsäure beeinträchtigt werden.
3 Wie ist
Aktren Spezial einzunehmen?
Nehmen Sie
Aktren Spezial immer genau nach Anweisung in dieser Packungsbeilage. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
1 Weichkapsel
(entsprechend 400 mg
Ibuprofen)
Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren und
Erwachsene (> 40 kg)
3 Weichkapsel
(entsprechend 1200 mg
Ibuprofen)
Wenn Sie die maximale Einzeldosis eingenommen haben, warten Sie mindestens 6 Stunden bis zur nächsten
Einnahme.
Nehmen Sie die
Weichkapseln bitte unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (z. B. einem Glas Wasser) während oder nach einer Mahlzeit ein.
Für
Patienten, die einen empfindlichen Magen haben, empfiehlt es sich,
Aktren Spezial während der Mahlzeiten einzunehmen.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die
Wirkung von
Aktren Spezial zu stark oder zu schwach ist.
Nehmen Sie
Aktren Spezial ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 4 Tage ein.
4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle
Arzneimittel kann
Aktren Spezial Nebenwirkungen haben.
Die Aufzählung der folgenden unerwünschten
Wirkungen umfasst alle bekannt gewordenen Nebenwirkungen mit
Ibuprofen, auch solche unter hoch dosierter
Langzeittherapie bei Rheumapatienten. Die Häufigkeitsangaben, die über sehr seltene Meldungen hinausgehen, beziehen sich auf die kurzzeitige
Anwendung bis zu Tagesdosen von maximal 1200 mg
Ibuprofen (= 3
Weichkapseln Aktren Spezial).
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden üblicherweise folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100
Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000
Behandelten
Selten: weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000
Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10.000 Behandelten,
einschließlich Einzelfälle
Verdauungstrakt:
Gelegentlich:
- Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Bauch
schmerzen, Übelkeit.
Selten:
- Blähungen, Durchfall, Verstopfung und
Erbrechen.
Sehr selten:
- Magen-Darm-Geschwüre, unter Umständen mit Blutung
und Durchbruch. Sollten stärkere
Schmerzen im Ober
bauch, Bluterbrechen, Blut im Stuhl oder eine Schwarz
färbung des Stuhls auftreten, so müssen Sie
Aktren Spezialabsetzen und sofort den Arzt informieren.
Nervensystem:
Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit.
Sehstörungen. Der Patient ist anzuweisen, in diesem Fall umgehend den Arzt zu informieren, und das
Arzneimittel nicht mehr einzunehmen.
von Wasser im Körper. Diese Zeichen können Ausdruck einer
Nierenerkrankung bis hin zum
Nierenversagen sein. Sollten die genannten Symptome auftreten oder sich verschlimmern, müssen sie
Aktren Spezial absetzen und sofort Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen.
Nierengewebsschädigung (Papillennekrosen), insbesondere bei
Langzeittherapie.
Erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut.
Leber:
Sehr selten:
- Leberschäden, insbesondere bei
Langzeittherapie.
Blut:
Sehr selten:
- Störungen der Blutbildung. Erste
Anzeichen können sein:
Fieber, Halsschmerzen, oberflächliche Wunden im Mund,
grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Na
senbluten und Hautblutungen. In diesen Fällen ist das
Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt aufzusuchen.
Jegliche Selbstbehandlung mit schmerz- oder fiebersen
kenden
Arzneimitteln sollte unterbleiben.
Haut:
Sehr selten:
- Schwere
Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Rötung
und Blasenbildung (z. B. Erythema exsudativum multiforme).
In Ausnahmefällen kann es zu einem
Auftreten von schwe
ren Hautinfektionen und Weichteilkomplikationen wäh
rend einer Varizellainfektion (= Windpocken) kommen.
Immunsystem:
Sehr selten:
-
Anzeichen einer Hirnhautentzündung (aseptische Menin
gitis) wie starke
Kopfschmerzen, Übelkeit,
Erbrechen,
Fieber, Nackensteifigkeit oder Bewusstseinstrübung. Ein
erhöhtes
Risiko scheint für
Patienten zu bestehen, die
bereits an bestimmten
Erkrankungen des Immunsystems
(systemischer Lupus erythematodes und Mischkollageno-
sen) leiden.
Überempfindlichkeitsreaktionen:
Gelegentlich:
- Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlägen
und Hautjucken.
Sehr selten:
Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen.
Anzeichen hierfür können sein: Schwellungen von Gesicht, Zunge und Kehlkopf mit Einengung der Luftwege, Atemnot, Herzjagen, Blutdruckabfall bis zum lebensbedrohlichen Schock.
Asthmaanfälle, bei
Auftreten dieser Erscheinung, die schon bei Erstanwendung vorkommen können, ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.
In Einzelfällen ist im zeitlichen Zusammenhang mit der
Anwendung von
Ibuprofen eine Verschlimmerung von Infektionen (z. B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis) beschrieben worden. Dies steht im Zusammenhang mit dem Wirkmechanismus der nichtsteroidalen Antiphlogistika (= entzündungshemmende
Mittel).
Wenn während der
Anwendung von
Aktren Spezial Zeichen einer Entzündung (z. B. Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz,
Fieber) wiederholt auftreten oder sich verschlimmern, sollte unverzüglich ein Arzt hinzugezogen werden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind.
5 Wie ist
Aktren Spezial aufzubewahren?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das
Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton/
Behältnis angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
6 Weitere
InformationenWas enthält
Aktren Spezial?
Der arzneilich wirksame Bestandteil ist
Ibuprofen.
1 Weichkapsel enthält 400 mg
Ibuprofen.
Die sonstigen
Bestandteile sind:
Poloxamer 124, Propylenglycol, Macrogolglycerolhydroxy-stearat (Ph.Eur.), Gelatine, Glycerol 85%, gereinigtes Wasser, Titandioxid (E171).
Wie sieht
Aktren Spezial aus und was ist der Inhalt der Packung
Aktren Spezial ist eine weiße Weichkapsel und ist in Packungen mit 10 oder 20
Weichkapseln erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
Bayer Vital GmbH, D-51368 Leverkusen
Hersteller
Dolorgiet GmbH & Co. KG, Otto-von-Guericke-Str. 1, D-53754 St. Augustin
Stand der Information: Juli 2006
Quelle: Herstellerangaben
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.